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Geschichtliches
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Die Gründung der Siedlung Wil dürfte im 5./6. Jh. durch die Alemannen erfolgt sein. Anschliessend kam die Gegend unter die Herrschaft der Franken und später zum Hause Habsburg. Wil, Etzgen, Mettau und Oberhofen bildeten eine politische Gemeinde. Als 1803 das Fricktal dem Kanton Aargau zugeschlagen wurde, lösten sich die Orte von der Talgemeinde Mettau. Dank der damals grössten Einwohnerzahl (630) kam Wil bei der Landaufteilung entsprechend gut weg.
1318 im Habsburger Urbar „item ze Wile ain wingarten“
Bis 1798 war Wil Grenzgemeinde, wo Vorderösterreich, die eidgenössische Grafschaft Baden und die Republik Bern zusammenstiessen.
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Lage
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Ein Erkundigungsgang durch Dorf, Flur und Wald bietet sich zu jeder Jahreszeit an. Von Laufenburg oder von Brugg her gelangt man leicht mit dem Postauto ins Mettauertal, welches sich vom Rhein her bis nach Gansingen und Wil erstreckt. Formschöne Jurahöhen umgeben das Dorf: der steile Rebberg, im Hintergrund der wuchtige Stock des Mandacher Bucks und der geheimnisvolle Wessenberg und im Westen der Laubberg mit seinem einzigartigen Helm und seinen leuchtenden Getreidefeldern in den grünen Wiesen. Wil ist die am weitesten im Südosten des Bezirks Laufenburg auf 372 Meter über Meer gelegene Gemeinde. Mitten im Dorf, bei Post und Gemeindehaus, liegt die Bushaltestelle. Hier befindet sich auch ganz in der Nähe die St. Wendelinskapelle. Wil pflegt eine alte Rebbautradition mit eigener Kelterung im Dorf. Jeweils im Frühling findet das weit herum bekannte Weinfest statt. Auf einem wenig befahrenen Strässchen gelangt man auf den Weiler Oedenholz. Hier lohnt sich auf der Anhöhe ein kurzes Verweilen. Neben dem Hauptdorf Wil bilden der Weiler Oedenholz, die Siedlungen im Ranspel, Egg und Laubberg, eigenständige kleine Lebensgemeinschaften.
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Verkehr / Infrastruktur
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Mit dem öffentlichen Bus gelangt man nach Brugg oder Laufenburg, wo auf die Bahn umgestiegen werden kann. Wil ist mit dem Busbetrieb gut erschlossen - ein regelmässiger Fahrbetrieb ist gewährleistet.
Durch das Dorf führt die Kantonsstrasse K444, die als Verbindung zu den Ortsteilen Hottwil und Mettau führt. Ausserdem erreicht man über Gemeindestrassen die Orte Hettenschwil und Leibstadt. Die Fahrt mit dem Auto nach Brugg dauert ca. 15 Min.
Das Vorhandensein verschiedenster Betriebe wie Bäckerei, Metzgerei, Laden, zwei Restaurants, Buschwirtschaft, Weinkellereien, Spenglerei, Sanitär, mechanische Werkstätten, Zimmerei, Schreinereien, Maler, Hafnerei, wirkt sich sehr positiv auf das Dorf aus.
Auch ein Campingplatz (Hintere Egg) mit herrlicher Aussicht befindet sich in unserem Dorf, welcher von vielen Stammgästen sehr geschätzt wird.
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Sehenswürdigkeiten
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St. Wendelinskapelle: Dieses schmucke Kleinod wurde im Jahre 1697 erbaut. Der Bauernheilige St. Wendelin ist hier dargestellt. Seine Verehrung als Schutzpatron des Viehs erlebte um 1500 und im 18. Jahrhundert die Blütezeit. Als seine Attribute gab ihm der Künstler Schaufelstab, Hirtentasche und ein naiv aufblickendes Kühlein. Eine besondere Kostbarkeit besitzt die Kapelle mit dem aus Holz geschnitzten und farbig gefassten Vesperbild oder Pietà in der Mittelnische des Altars. Die Kapelle steht heute unter Denkmalschutz und wurde vor kurzem restauriert.
Rebberg: Die Reben werden in Wil intensiv angebaut. Die drei Reblagen, „Berg“, „Rain“ und „Länggen“ liegen zwischen 380 und 490 Meter über Meer. Es werden, nebst den Hauptsorten Blauburgunder und Riesling/Silvaner, auch Spezialitäten wie Räuschling, Elbling, Pinot gris und Gewürztraminer, gehegt und gepflegt. Gekeltert wird in der Wiler Trotte (Weinbau-Genossenschaft), bei Reinhard Bachmann (Weinbau zum Stäckerösseler) sowie bei Irene und Peter Wunderlin-Strebel (Pädagügeler-Weinbau).
Kohlplatz Egghalde: Einer der schönsten Aussichtspunkte auf das ganze Mettauertal. Oberhalb der Egg befindet sich der Kohlplatz in der ehemaligen Mergelgrube Egghalde, wo im Jahre 2004 die „schwarze Kunst“ des Kohlebrennens zelebriert wurde (vom 06.09. - 05.10.2004).
Langer Markstein: Der sog. „Lange Markstein“ oder „Dreiländerstein“ steht auf der Wasserscheide ein wenig östlich von P. 457 ob der Hagenfirst, etwas weiter zurück im Walde. Der dreikantige Stein ist auf den drei Aussenseiten stark verwittert, so dass die Wappenschilde nur noch aufgrund der Umrisslinien und einiger weniger Merkmale zu identifizieren sind. Auf dem österreichischen Schild sind ein W (Wil) und ein L (Laufenburg als Bezirk) eingehauen, auf dem Berner Schild dominiert ein M (Mandach). Der Stein wird bereits 1556 und 1585 erwähnt, muss also früher, wohl anlässlich des ersten Grenzspruches vom Jahre 1520, gestellt worden sein. Er bildete den Endpunkt der Grenzmarch, die das Kirchspiel während Jahrhunderten einerseits vom Berner Aargau, andererseits von den österreichischen Vorlanden schied.
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Wappen
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Die Blasonierung des Gemeindewappens lautet: «Geteilt von Gelb mit wachsendem rotem Löwen und von Grün mit drei fünfstrahligen weissen Sternen.» Das Wappen wurde 1950 eingeführt. Der Löwenrumpf erinnert an die Herrschaft der Grafen von Habsburg-Laufenburg, die drei Sterne symbolisieren die Orte Wil, Ödenholz und Egg.
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Brauchtum
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Die Holzköhlerei ist ein uraltes Gewerbe. Schon die Phalbauer brannten Holzkohle in einfachen Erdgruben. Aus der Grubenköhlerei entwickelte sich die Meilerköhlerei, wie sie heute noch betrieben wird. Der Rohstoff Holz wird durch die Verkohlung in seine Bestandteile zerlegt und Kohlenstoff wird freigesetzt. So können aus 100 kg Holz rund 25 kg Holzkohle gewonnen werden. Der Kohlplatz Egghalde im Ortsteil Wil AG ist einer der schönsten Aussichtspunkte im Mettauertal. Die schwarze Kunst des Kohlebrennens wurde am grossen Köhlerfest im Jahr 2004 letztmals zelebriert. Das nächste Köhlerfest ist für das Jahr 2014 geplant.
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Statistik
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Wohnbevölkerung am 31.12.2009
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Fläche
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771 ha
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Höhe über Meer
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381 m.ü.M.
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